BUNDjugend  

umWELTbildung

Im Natur- und Umweltschutz ist das Engagement von zivilgesellschaftlichen Verbänden und deren ehrenamtlich Aktiven unverzichtbar. In Zeiten der Globalisierung, der zeitlichen Straffung von Bildungssystem bzw. Arbeitsmarkt und der Digitalisierung wird es immer schwieriger verschiedene Altersgruppen mit Natur- und Umweltthemen anzusprechen. Vor allem Jugendliche sind für die Umweltbildungsarbeit bedeutend, denn sie gestalten die Gesellschaft von morgen. Um Naturschutzthemen in die Breite der Gesellschaft zu tragen, sind Jugendliche daher eine wichtige Zielgruppe.

Der in dem Projekt entstehende Bildungsordner bietet die Möglichkeit zu einer Themen umfassenden Bildungsarbeit in schulischen und außerschulischen Lernfeldern. Der Bildungsordner soll pädagogisch tätigen Personen die Planung und Durchführung von (inter-)aktiven Bildungsangeboten ermöglichen und sie umfangreich unterstützen. Durch inhaltliche Grundlagen, jugendgerechte Methoden, persönliche und regionale Zugänge zum Thema sollen Jugendliche für den Natur- und Umweltschutz in Rheinland-Pfalz sensibilisiert werden und befähigt werden, aktiv an der Lösung eines Problems mitzuwirken. Die Kompetenz-, Werte- und Wissensvermittlung steht im Zeichen des interaktiven Lernens. Best-Practice-Beispiele aus Rheinland-Pfalz, d.h. Exkursionen vor der eigenen Haustür unterstützen den persönlichen Zugang. Die umfangreiche Recherche von lohnenden rheinland-pfälzischen Exkursionszielen für “Teens“ ist einer der Hauptbestandteile des Bildungsordners, schließt Überschneidungen mit anderen Bildungsmaterialen aus und garantiert neben der themenübergreifenden Konzeption das Alleinstellungsmerkmal.

Laut dem UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung ist die non-formale Bildung in manchem freier als die formale Bildung: „Es gibt beispielsweise keine festen Lehrpläne und Organisationsstrukturen. Dies bringt gleichermaßen Chancen, wie auch Herausforderungen mit sich. Da informelles Lernen ein nicht-organisiertes Lernen ist, kann es nicht gesteuert, sondern nur unterstützt oder angeregt werden.“

Zum Ende des Projektzeitraums ist als Abschluss eine Multiplikator*innen-Schulung (6.-8.10.2017) vorgesehen. Sie dient als erster Grundstein in der Verbreitung der Bildungsinhalte. Gewonnene Multiplikator*innen werden dazu befähigt, die Inhalte sowohl selbstständig mit Jugendlichen methodisch fundiert durchzugehen, als auch Kolleg*innen dazu anzuregen. Geplant ist eine Schulung von einer Woche bzw. zwei Wochenenden. Zudem ist geplant, dass sich  ein*e Ehrenamtliche*r, der*ie sich in dem Projekt (s. Modul3) hervorgetan hat, bei der Umsetzung der Schulung hospitiert. Durch diese Person soll im Sinne des Schneeballsystems gewährleistet werden, dass weitere Schulungen stattfinden, bei denen dann bspw. gewonnene Multiplikator*innen hospitieren können.

Über die im Projektverlauf (und darüber hinaus) gewonnen Multiplikator*innen soll ein Netzwerk von Anbieter*innen von vielfältigen und flexiblen Arrangements von Bildungsveranstaltungen und -angeboten geschaffen werden. Die durch die Multiplikator*innen vermittelten Erkenntnisse werden von den Jugendlichen weiter in ihr Umfeld getragen, so dass die Inhalte der Mappe bzw. des Projekts über die direkten Teilnehmenden hinaus getragen werden.

Förderhinweis:

Das Projekt „NATURumWELTbildung“ wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Naturschutz Rheinland-Pfalz.

Termine zum Projekt umWELTbildung

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